Information
Zur Ausbildung zum Fallschirmspringer benötigst Du:
- eine allgemein gute körperliche Verfassung
- Passbilder
- Staatsbürgerschaftsnachweis
- Geburtsurkunde
- eine Einverständniserklärung der Eltern wenn du noch minderjährig bist
15.Mai bis 24.Mai
10.Juli bis 18.Juli
Die Ausbilung findet in Graz statt.
Fallschirmzentrum Kärnten
Tel.: +43 (0) 650 9020 202
E-Mail: info@fz-k.at
Sieben Leistungsstufen mit definierten Lernzielen machen in ihrer Gesamtheit die Methode AFF (Accelerated Freefall) aus. Jedes dieser Lernziele behandelt eine bestimmte Facette fallschirmspringerischer Fertigkeiten. Das Lernziel muss vom Sprungschüler erreicht werden. Eine Leistungsstufe wird mit jeweils einem Sprung absolviert, wobei bei nicht erreichtem Lernziel der Sprung wiederholt wird.
Ein Tandemsprung wird vor der ersten Leistungsstufe ausgeführt. Er dient der Gewöhnung und bewussten Wahrnehmung des Freifalls, sowie einer direkt vom Lehrer kontrollierten Schirmfahrt und Landung.
Leistungsstufe (Level) 1
Der Sprungschüler verlässt die Maschine in ca. 4000m. Zwei Sprunglehrer halten ihn an Schultern und Beingurten fest. Nachdem sich der Schüler mit der Umgebung vertraut gemacht hat und ohne Mithilfe der Sprunglehrer stabil fällt, werden die Schultergriffe losgelassen. Nun gilt es für den Schüler seine Aufnahmefähigkeit unter Beweis zu stellen, indem er durch Blick auf den Boden die Sprungachse wahrnimmt, den Höhenmesser abliest und mit den Sprunglehrern in Sichtkontakt tritt.Während der drei nachfolgenden Aufziehübungen verändert der Schüler erstmals seine Körperlage und berührt wiederholt den Aufziehgriff. Mit Handzeichen korrigieren beide Sprunglehrer Körperposition und Fehlverhalten des Schülers im Freifall. Auf 1400 m leitet der Schüler selbst die Schirmöffnung ein.
Leistungsstufe (Level) 2 umfasst eine neuerliche Angewöhnung an den stabilen, stationären Freifall. Wiederum wird der Schüler von den Lehrern während des ganzen Sprunges an den Beingurten festgehalten. Die Aufziehübungen werden wiederholt. Die Lehrer führen mit dem Schüler eine Drehung aus, um dessen Aufnahmefähigkeit zu testen. In 1400 m öffnet der Schüler den Schirm.
Leistungsstufe(Level) 3 sieht nach gutem Abgang das Loslassen aller Griffe am Schüler vor. Nach einer Übung, die den Schüler erstmals mit Beinarbeit und Körpersymmetrie beschäftigt, lösen die Lehrer die Griffe an den Beingurten, bleiben jedoch in unmittelbarer Nähe. Der nunmehr selbständige Schüler hält die Sprungachse ein, liest den Höhenmesser ab und öffnet auf 1400 Meter.
Leistungsstufe (Level) 4 beschäftigt sich mit Drehungen und Vorwärtsbewegungen. Nur mehr ein Sprunglehrer begleitet den Schüler auf Stufe 4. Der Abgang wird leicht verändert, der Schüler aber nach wie vor noch festgehalten. Erst nachdem letzterer eine gute Körperposition eingenommen hat, wird er losgelassen. Mit Handzeichen wird ihm nun die Drehrichtung bekannt gegeben. Die Drehung muss vorsichtig eingeleitet und nach 360 ° auf der ursprünglichen Achse zu Ende geführt werden. Danach macht der Schüler die erste aktive Annäherung auf den Sprunglehrer.
Leistungsstufe(Level) 5 ist eine Wiederholung der Stufe 4. Die Lernziele hingegen sind höher gesteckt. Zwei Drehungen sollten in beide Richtungen ausgeführt werden, und eine Annäherung auf den Sprunglehrer sollte erfolgen. Vor dem Öffnen des Schirmes winkt er mit beiden Händen ab.
Leistungsstufe (Level) 6 behandelt Freifall vor dem Erreichen der Endgeschwindigkeit. Beim Abgang wird der Schüler nicht mehr festgehalten. Er entscheidet selbst über seine Sprungachse. Er führt auf Anweisung einen Rückwärtssalto und einen Flash, das ist eine horizontale Vorwärtsbewegung, aus.
Leistungsstufe (Level) 7 gilt als Abschluss der AFF Ausbildung. Der Schüler springt Kopf über vom Flugzeug, macht selbständig einen Vorwärtssalto, einen Rückwärtssalto, Drehungen in beide Richtungen und einen Flash Richtung Zielkreis. Nach Abschluss der AFF-Ausbildung sind noch weitere 20 Sprünge unter Aufsicht eines Sprunglehrers erforderlich. Danach wird eine Prüfung abgelegt und man erhält den Fallschirmspringerschein mit dem man auf allen Flugplätzen springen kann.
